BürgerInnenbudget: Die Entscheidungsphase beginnt

53 Projekte im Umfang von 271.278 € haben es in die Entscheidungsphase des BürgerInnenbudgets geschafft. Die Piratenpartei stellt die Hälfte ihrer Parteienförderung für Projekte von und für GrazerInnen zu Verfügung. In Summe umfasst der Projekttopf des BürgerInnenbudgets 60.000 €.

Wir sind selbst überrascht wie gut die Idee des BürgerInnenbudgets bei den GrazerInnen ankommt”, freut sich Spitzenkandidat Pacanda. “Als internes Ziel haben wir uns Einreichungen im Umfang von 120.000 € gesteckt, also der doppelten Summe unseres BürgerInnenbudgets. Wenn wir auch am Wahltag unser internes Ziel um mehr als das Doppelte überschreiten, dann sitzen wir bald zu viert im Gemeinderat, scherzt Pacanda.

Insgesamt wurden in der Unterstützungsphase 4.064 Stimmen für die einzelnen Projekte abgegeben, wovon 2.727 (67,1%) per Link in der Bestätigungsmail verifiziert wurden. Für das kleinste eingereichte Projekt wurde nur 1€ veranschlagt, für die größten Projekte 10.000€. Das Spektrum der eingereichten Projekte reicht von Musikunterricht, Gebäudesanierungen und Urban Gardening, über ein Verleihsystem für Lastenräder und Elektroautos, bis hin zu technischen Projekte wie einer Feinstaubkarte (Dustmap) oder öffentlichen W-LAN Hotspots für Graz.

Das Schöne am BürgerInnenbudget ist, dass man erstmals auf einen Blick sieht wie viele engagierte Initiativen es aus den unterschiedlichsten Bereichen in Graz überhaupt gibt. Viele Initiativen nutzen unsere Plattform auch um sich selbst zu präsentieren und zum mitmachen aufzufordern. Ein positiver Nebeneffekt des BürgerInnenbudgets, so Pacanda.

Ab heute beginnt die Entscheidungsphase. Bis zum 22. Jänner können alle GrazerInnen für ihre fünf Lieblingsprojekte voten. Alle Projekte werden dann nach Anzahl der abgegebenen Stimmen gereiht und so viele Projekte gefördert, bis die 60.000 € des BürgerInnenbudgets erschöpft sind.

Die vielen Einreichungen und bisher abgegebenen Stimmen sprechen für sich selbst. Die Nachfrage nach einem BürgerInnenbudget ist in Graz sehr groß. Durch eine Kürzung der Parteienförderung um 50% könnte die Stadt ein BürgerInnenbudget von einer Million Euro jährlich zur Verfügung stellen. Das es möglich ist zeigen wir ja bereits vor. Jetzt müssen nur noch die anderen Parteien nachziehen, sagt Pacanda.

hard facts:

5 Kommentare

  1. 1

    […] Pressemitteilung der Piratenpartei Steiermark […]

  2. 2

    hallo
    eine frage hätte ich. wie wollt ihr eigentlich überprüfen, ob die abgegebenen stimmen wirklich gültig sind, soll heißen, deren lebensmittelpunkt tatsächlich graz ist?

    mfg, jo

    • Das ist sozusagen eine art fair-use Klausel. Das Geld kommt von den GrazerInnen und GrazerInnen sollen darüber entscheiden wofür es verwendet wird. Wir schauen aber darauf woher die Stimmen kommen und nehmen ungültige raus. Siehe ‘Disclaimer’ bei den Regeln.

  3. 3
    Winston Smith

    Das BürgerInnenbudget wird bei der “Wir wollen, dass ihr so lebt, wie wir es für richtig halten” Fraktion in den Parteien keine große Begeisterung hervorrufen.
    So werden doch damit die Möglichkeiten reduziert das Füllhorn finanzieller Wohltaten über diejenigen auszuschütten die sich artig und systemkonform verhalten. Das BürgerInnenbudget ist ein Angriff auf die bisherige Praxis der Förderungsvergabe an parteinahe Vorfeldorganisationen und unabhängige Sport- und Kulturvereine.
    Wenn ich mir die eingereichten Projekte anschaue: hätten die im Rahmen der bisherigen Geldvergabepraxis eine Chance gehabt?

  4. 4
    Eric Donossa

    Aber wie wollt ihr das überprüfen, ob Leute ihren Lebensmittelpunkt in Graz haben? Wir leben doch im 21. Jahrhundert!!! Menschen reisen, machen ein Auslandssemester oder sind jobmässig an einem anderen Ort! Gerade bei den Projekten, die da eingereicht worden sind, stehen doch oft Leute dahinter, die sehr mobil sind. Scheint irgendwie schlecht durchdacht es so zu machen… Schade.

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